China - Im Reich der Mitte

von Olaf Schubert

Die Wahrnehmung des Fremden und die Begegnung mit Chinas Bevölkerung ist für viele Reisende der Auslöser für eine Tour durch das Reich der Mitte. China fasziniert durch seine fremde Kultur und durch seine erstaunliche Vielfalt. Die Vielfalt der Völker und Landschaften, aber auch die Vielfalt an Meinungen über ein Land, welches sich schwer in ein Bild  zwängen lässt, stellt der Fotograf und Buchautor Olaf Schubert in seiner neuen HDAV-Reportage dar.

1,3 Milliarden Menschen prägen ein riesiges Mosaik an unterschiedlichen Kulturen, Bräuchen und Lebensweisen. Hypermoderne Städte und weit abgelegenes Hinterland mit noch alten intakten Dorf- und Landstrukturen zeichnen ein Bild der bunten Vielfalt des Lebens. Während die Geschäftswelt Shanghais nur in harten Devisen zählt, benennt ein Nomade in China seinen Reichtum immer noch über die Anzahl der Tiere.  Modernste Industrie und globaler Produktionsstandort stehen für eine aufstrebende Nation, gleichzeitig begleitet von einem düsteren Schatten, welcher Themen wie Umweltverschmutzung, schlechte Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen mit sich führt.

Über viele Jahre hinweg ist Olaf Schubert durch China gereist, hat die schnellen Veränderungen vor Ort miterlebt und zeigt nun in seiner fundierten HDAV-Reportage einen Ausschnitt seiner Erlebnisse. Er stellt in Foto- und Filmsequenzen die Provinzen, Landschaften und Völker Chinas vor. Neben den bekannten und viel besuchten Kulturdenkmälern, wie die Große Mauer, den Kaiserpalast, die Terrakotta-Armee, den Yangtze, den Li-Fluss und die Weltmetropole Shanghai nähert sich die Reportage zudem auch einem unerschöpflichen Fundus an Sehenswürdigkeiten, die im Westen bislang fast gänzlich unbekannt sind.

Durch ganz China bis ins tibetische Lhasa berichtet Schubert über die kulturellen Höhepunkte und Besonderheiten aber auch über die Schwierigkeiten des Landes. Beispielsweise begibt sich Olaf Schubert auf die Spuren der zahlreichen im Westen unbekannten Völker auf heutigem chinesischen Territorium, die nicht zu den Han-Chinesen zugehörig sind und entdeckt so die besondere Faszination der abgelegenen Bergdörfer und Nomadencamps.

Portrait des Referenten

Olaf Schubert, geboren 1974 in Zwickau, lebt als freier Fotojournalist und Buchautor in Dresden, reist und arbeitet seit vielen Jahren in Asien und in Schottland. Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeit sind Tibet, die Mongolei, Laos und Kambodscha.

Nach seinem Diplom zum Thema "Identität im kulturellen Kontext am Beispiel Tibets" schreibt und fotografiert Olaf Schubert für Bücher, Kalender und Journale. Außerdem zeigt er seine hintergründigen Diareportagen seit vielen Jahren im deutschsprachigen Raum. Olaf Schubert brachte als einer der ersten Fotografen Bildmaterial aus verschlossenen und unbereisten Gegenden mit nach Europa. Er versucht vor allem Kultur und gesellschaftliche Situation anderer Völker begreifbar zu machen.Seit Jahren leitet er das Schulbauprojekt Kongpo-Chukla e.V. in Tibet. Für seine Arbeit erhielt er den Frankfurter "Weitsichtpreis 2003".

Termine

DatumStadtOrtThema
09.03.2020
19:30 Uhr
Rheinfelden (D)
BZ + Buch Merkel + VHS
Bürgersaal im RathausChina
Im Reich der Mitte