Rüdiger Nehberg

Querschnitt durch ein aufregendes Leben

von Rüdiger Nehberg

 

In den 60er Jahren erfährt Nehberg in den USA zum ersten Mal vom Thema Survival. Zu jenem Zeitpunkt ist diese Überlebenskunst in Europa noch gänzlich unbekannt. Sie ist nicht einmal bei der Bundeswehr ein Begriff. Doch Nehberg spürt sogleich, dass es genau das ist, was er auf seinen Reisen unbewusst immer vermisst hat, um autark zu reisen, notfalls Monate lang ohne Kontakt zur Zivilisation.

Er importiert die „Überlebenstricks“ spontan nach Europa und entwickelt sie seitdem zu einer eigenständigen Branche. Auslöser wird sein Buch „Die Kunst zu überleben“, ein Bestseller, dem viele weitere folgen.

Es sind aber keineswegs nur die Bücher, diverse TV-Filme und Jugendserien, die Nehbergs Ruf als Survival-Papst festigen. Es sind seine Fantasie, seine Kreativität, seine aberwitzigen Reisen, die Unvergleichbarkeit, die Nehbergs Ruf als ‚Überlebenskünstler’ aufbauen. Er lebt vor, was er beschreibt. Er ist kein Theoretiker, sondern ein Pragmatiker. Seien es die Atlantiküberquerungen allein per Tretboot oder mit massivem Baumstamm. Oder der Wettmarsch‚ gegen einen Aborigine durch Australien.

Er erweitert die traditionelle Themenpalette um Disziplinen wie Medizin, Steinzeitpraktiken, Jugend- und  Management Survival oder Reise-Ethik.

Spektakulär seine Selbstversuche: 1000 Kilometer durch Deutschland ohne Lebensmittel. Oder „Ausgesetzt ohne Ausrüstung vom Hubschrauber“ mitten im brasilianischen Regenwald. „Dem Tod eine Chance geben und ihm dann ein Schnippchen schlagen“, nennt er das.

1980 der Wendepunkt. Survival als Selbstzweck wird zu ‚Abenteuer mit Sinn’, als er Augenzeuge des drohenden Völkermordes an den Yanomami-Indianern in Brasilien wird. Es folgen zwanzig Jahre persönlichen Einsatzes gegen eine brasilianische Goldgräber-Mafia. Resultat: ein akzeptabler Frieden für die Indianer. Nehberg verkauft seine Handwerksexistenz und wird hauptberuflich zum Aktivisten für Menschenrechte.

Geradezu sensationell wird schließlich sein aktuelles Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung. Nicht als Schreibtischtäter versucht er sein Ziel zu erreichen, sondern partnerschaftlich mit der Kraft des Islam vor Ort der Verbrechen. Er geht hin, wohin andere sich nicht hin wagen. Dabei kommen ihm seine Erfahrungen mit den positiven Kräften des Islam zugute. Als niemand dieser Strategie eine Chance einräumt, gründet er kurzerhand seine eigene Menschenrechtsorganisation TARGET (Ziel). Die ersten Erfolge sprechen für sich. Wenige Beispiele, die Nehberg unangefochtenen den Ruf als „Vater des Survival“, als „Schutzpatron aller Abenteuerreisenden“ (Hamburger Morgenpost) einbrachten. Bis hin zum Ehrentitel „Sir Vival“

 

 

Termine

Datum Stadt Ort Thema
16.03.2018
19:30 Uhr
Bad Säckingen
BZ + TUI im EKZ Lohgerbe
Kursaal Rüdiger Nehberg
Abenteuer - Survival - Menschenrechte