Jakobsweg Stürtz PREMIUM

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Seit dem 11. Jahrhundert pilgern Jahr für Jahr viele Tausend Wallfahrer zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien. In vielen Varianten beginnt der Jakobsweg in Deutschland, Italien und Frankreich. Auch aus Utrecht, Prag und Wien begeben sich die Gläubigen auf die Reise. Die Beweggründe sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von tiefer Frömmigkeit bis zum Wunsch nach einer sportlichen Herausforderung; oft ist es Neugierde auf die physischen und seelischen Grenzerfahrungen, die die Pilger auf Ihrer Reise begleitet, fernab vom Alltag und der gewohnten Welt.

So verschieden die Motive, so übereinstimmend ist das Urteil der Wallfahrer über ihren Weg als tiefes, faszinierendes Erlebnis. Dabei haben sich über die Jahrhunderte einige Traditionen und Bräuche herausgebildet, die die Gläubigen zu einer Gemeinschaft eint. Die Jakobsmuschel dient als Erkennungszeichen der Pilger, das Symbol ist zudem eine allgegenwärtige Orientierungshilfe entlang des Weges, auf Hunderten von Kilometern sind Wegkreuze und Steine gekennzeichnet. Mit der Ablage von Steinen und zusammengebundenen Kreuzen können die Wanderer am Ibañeta-Pass und dem Cruz de Ferro symbolisch ihre Lasten ablegen und den Weg unbeschwerter fortsetzen. Meterhoch türmen sich hier die Steinhügel. In der Region Rioja erfreut sich der ?Fuente del vino? ? ein Weinbrunnen ? großer Beliebtheit; das Weingut Irache würdigt auf diese Weise die Strapazen der Wanderer. Gemeinsames Ziel aller Reisenden ist Santiago de Compostela mit seiner eindrucksvollen Kathedrale. Wer hier ankommt, erhält als Anerkennung die Pilgerurkunde in eigens dafür eingerichteten Pilgerbüros.

Den beeindruckenden Fotos ist ein kundiger Text beigegeben, der den Spuren des Jakobswegs durch die spanischen Regionen Aragonien, Navarra, La Rioja, Kastilien-León und Galicien folgt. Acht Specials berichten unter anderem über die großen Routen des Jakobswegs in Europa, die zahlreichen Legenden, die sich um den Jakobsweg ranken und die schönsten Wegstellen, wie das Kloster Roncesvalles, die Brücken von Puente la Reina und Puente de Órbigo und die stolzen Kathedralen von Burgos, Astorga und Santiago de Compostela.

Martin Schulte-Kellinghaus und Erich Spiegelhalter leben als freie Fotografen in Freiburg und Lörrach. Als Fotografenteam produzieren sie Diashows zu verschiedenen Reisethemen. Beide haben bereits zahlreiche Bildbände und Reportagen in Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht.

Andreas Drouve, Jahrgang 1964, lebt in seiner Wahlheimat Spanien direkt am Jakobsweg. Zum Thema hat er eine ganze Reihe einschlägiger Titel verfasst, darunter das "Lexikon des Jakobswegs", "Geheimnisse am Jakobsweg", "Die Wunder des heiligen Jakobus" und "Wie Jakobus nach Santiago kam". Im Verlagshaus Würzburg sind von ihm unter anderem Bildbände über Spanien, Andalusien und Gran Canaria erschienen.